MORF THEM
It’s my hunch hour, so I go, a
toothpick, languorously agitating.A blond horus licks his smiles
And rubs his chin. Everythingis hin. A girltooth, miles to O,
anglaisourously very tatitating.Little Mün, lo, my hunchies:
the isles to bond, bland ondegoes sour, Mond on toothpick,
chichunch, so I go, ruby thingrousing bones, hunch crunchy.
Die Nähe zum Dadaismus bestätigt der Abdruck von Hugo Balls „Karawane“ als eine Art Schlüsseltext etwa in der Mitte des Bandes, und auch der Mittel der konkreten Poesie bedienen sich Kraus‘ O’Hara Bearbeitungen, wenn sie den Text kugelförmig anordnen, zerschneiden und übereinanderstapeln oder in der Silhouette einer Katze wiedergeben.
Ein schönes Detail ist noch, dass den von der Autorin selbst als „Verhunzung“ bezeichneten Appropriationen auch gleich noch eigene „Übersetzungen“ ins Deutsche mitgeliefert werden, in denen es ähnlich hoch her geht:
kling ich wirklich wie ein angerissener pierog
wie ich ziellos das ohr abwander
während irgend täubidröhe freude
plingpling in den buckel pumpt
Das mittlerweile historisch gewordene provokante Potenzial von O’Haras Lunch Poems wird damit zwischen den Zeilen wieder sichtbar – eine schöne Hommage an einen Klassiker der modernen Dichtung.
Dagmara Kraus: Aby Ohrkranf’s HUNCH POEM, roughbooks, 108 Seiten, 11 €

